Methylquecksilber in Miesmuscheln aus der Nordsee

Höhere Belastung im Sylt-Römö-Watt

Methylquecksilber wird durch Methylierung aus anorganischem Quecksilber gebildet, kann aber auch bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe in die Umwelt gelangen. Es ist hochtoxisch und reichert sich stark in Organismen und im Nahrungsnetz an.
In Miesmuscheln aus dem Sylt-Römö-Watt finden sich seit 1992 durchgehend höhere Methylquecksilbergehalte als in Muscheln aus dem Jadebusen. Da sich bei den Gesamtquecksilbergehalten kein derartiger Unterschied findet, könnte eine höhere Methylierungsrate an der Probenahmefläche Königshafen zu den Befunden beigetragen haben.

Methylquecksilber in Miesmuscheln aus dem Sylt-Römö-Watt und dem Jadebusen
Abb. 1: Methylquecksilber in Miesmuscheln aus dem Sylt-Römö-Watt und dem Jadebusen Vergrößert anzeigen
 
Aktualisiert am: 11.01.2020

 

 

Empfohlene Steckbriefe

Probenarten

Miesmuschel In Nord- und Ostsee weit verbreitete Muschelart, die zu den wichtigsten essbaren Muscheln zählt

Analyte

Methylquecksilber Metallorganische Verbindung, die unter natürlichen Bedingungen aus anorganischen Quecksilber-Ionen entsteht

Probenahmegebiete

BR/NP Wattenmeere Nationalpark im größten zusammenhängenden Schlick- und Sandwatt der Welt.