Schwefel

Formel: S; CAS-Nummer: 7704-34-9

Häufiges Element, das natürlich als reiner Schwefel und in Form von Sulfid- und Sulfat-Mineralien vorkommt

Kommerziell wird Schwefel vor allem von der chemischen und der pharmazeutischen Industrie genutzt, wo es unter anderem zur Herstellung von Düngemitteln, Insektiziden, Fungiziden, Farbstoffen, Waschmitteln und Salben eingesetzt wird. Weitere Anwendungsgebiete finden sich in der Pyrotechnik, der Stahlindustrie, der Elektroindustrie und der Bauwirtschaft.

Schwefel ist als Bestandteil der Aminosäuren Methionin und Cystein/Cystin für alle lebenden Organismen essentiell. Als Antagonist einiger Spurenelemente kann Schwefel-Überschuss jedoch zu Kupfer-, Cobalt- oder Selen-Mangel führen, schützt andererseits aber gegen Toxizität dieser drei Metalle.

Elementarer Schwefel ist nur gering toxisch für Organismen, im Gegensatz zu den Schwefelverbindungen Schwefeldioxid (SO2) und Schwefelwasserstoff (H2S).

  • Schwefeldioxid ist toxisch für Pflanzen. Der durch Schwefeldioxid verursachte saure Regen schädigt terrestrische und aquatische Ökosysteme durch pH-Wert-Erniedrigung. Im Tierexperiment wurden für SO2 reproduktionstoxische und teratogene Wirkung nachgewiesen.
  • Schwefelwasserstoff (H2S) ist hochtoxisch für Tiere und den Menschen. Auch teratogene Wirkung kann nicht ausgeschlossen werden.

Probenarten

Probenahmegebiete

Untersuchungszeitraum

1985 - 2019