Transekt Halle-Leipzig

Ballungsraum Halle/Leipzig innerhalb des Chemiedreiecks

Der Gebietsausschnitt Transekt Halle-Leipzig liegt im zentralen Bereich des Probenahmegebietes und ist ein repräsentativer Ausschnitt des Ballungsraums Halle/Leipzig.

Der Gebietsausschnitt umfasst das größte Industriegebiet Mitteldeutschlands und ist das dicht besiedeltste in Ostdeutschland.
Ein großer Teil des Gebietsausschnitts wird von Siedlungs- und Industrieflächen sowie von aktiven als auch ehemaligen Tagebaugruben und Abraumhalden in Anspruch genommen. Die Belastungssituation ist gekennzeichnet durch die enorme Konzentration der chemischen Industrie und der Bevölkerung mit den damit verbundenen hohen Emissionen.

Die Abschnitte der Saale und der Weißen Elster als Hauptvorfluter des Gebietsausschnitts waren zu DDR-Zeiten insbesondere durch die Abwassereinleitungen der Zellstoff- und Papierindustrie, der chemischen Großbetriebe und die Einleitung von unzureichend geklärtem kommunalen Abwasser aus dem Gebiet Halle/Merseburg stark belastet.

Auffällig sind auch heute noch die hohen Gehalte an AOX (adsorbierbare organische Halogenverbindungen) und DOC (Gehalt an gelöstem organischem Kohlenstoff) im Oberlauf der Saale (Standorte der Papier- und Zellstoffindustrie) und die nach wie vor erhebliche Salzbelastung sowie ein relativ hoher Nitratgehalt.

Probenahmeflächen

Probenarten

Analyte

Untersuchungszeitraum

1991 - 2019