Messgrößen

Wasser und Fett

Viele analytische Messverfahren zu Bestimmung von Stoffkonzentrationen basieren auf getrockneten Proben. Die gemessenen Konzentrationen werden entsprechend auf Trockengewichte bezogen. Für viele Stoffe, wie z.B. Metalle und zinnorganische Verbindungen, sind trockengewichtsbezogene Stoffkonzentrationen in Organismen üblich. Dennoch kann eine Rückrechnung auf die Frischgewichte notwendig sein, um Messdaten mit frischgewichtsbezogenen Literaturdaten zu vergleichen: beispielsweise zum Vergleich, wenn für einen bestimmten Stoff Wirkkonzentrationen auf zellulärer Ebene bekannt sind. Hierfür werden die Wassergehalte der Proben als Differenz zwischen Frischgewicht und Trockengewicht durch eine geeignete Probentrocknung bestimmt. Die Wassergehalte können darüber hinaus auch Aufschluss über den physiologischen Zustand der Organismen geben.

Unpolare organische Verbindungen sind häufig persistent und können bioakkumulieren. Aufgrund ihrer Fettlöslichkeit (Lipophilie) reichern sie sich bevorzugt im Fettgewebe von Organismen an. Je nach Fettgehalt können sich die Stoffkonzentrationen zwischen Individuen, Arten und Größengruppen deutlich unterscheiden. Die Variabilität der Messdaten lässt sich häufig reduzieren, indem die Stoffkonzentrationen auf Fettgehalte bezogen werden. Eine derartige Normierung vereinfacht zudem Vergleiche zwischen Arten und Probenahmeflächen.

Untersuchte Substanzen

  • Fettgehalt
    Parameter zur Normierung der Konzentrationen lipophiler Stoffe
  • Wassergehalt
    Parameter zur Umrechnung zwischen Trocken- und Frischgewicht

Probenarten

Probenahmegebiete

Untersuchungszeitraum

1985 - 2019