Perfluoroctansäure

PFOA, Pentadecafluoroctansäure; Formel: C8HF15O2; CAS-Nummer: 335-67-1
Struktur von Perfluoroctansäure (PFOA)
Quelle: PubChem
Identifier: CID 9554
URL: https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/9554#section=2D-Structure

Fluorcarbon mit 8 C-Atomen

Perfluoroctansäure (PFOA) ist ein perfluoriertes Tenside mit einer polaren Carboxylgruppe und einer hydro- und lipophoben (wasser- und fettabweisenden) perfluorierten C-Kette. Aufgrund dieser Eigenschaften ist es in vielen Bereichen einsetzbar, beispielsweise als Imprägnierungsmittel für Textilien, Leder und Papier und zur Oberflächenversiegelung von Stein, Fliesen und Holz. PFOA ist Bestandteil von Wachsen, Kabelisolierungen, Industriereinigern und Schaumlöschmitteln. Als Säure ist es ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Fluoracrylestern. PFOA-Salze werden dagegen hauptsächlich als Emulgator bei der Synthese von Fluorpolymeren, wie beispielsweise Polytetrafluorethylen (PTFE, Handelsnamen Teflon®, Gore-Tex®), Polyvinylidenfluorid und Fluorelastomeren verwendet.
Bei Produktion und Gebrauch kann PFOA in die Umwelt gelangen. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass PFOA beim Abbau von Fluortelomeren in der Umwelt entstehen kann. Es ist in allen Umweltmedien hoch persistent und wird über weite Entfernungen transportiert. PFOA besitzt ein hohes Bioakkumulationspotenzial. In Tierversuchen ist es kanzerogen, toxisch und hormonell wirksam. PFOA ist giftig für aquatische Organismen und kann in Gewässern langfristig schädliche Wirkung haben.

Eine Risikobewertung von PFOA steht noch aus. Auf Anregung der US-EPA haben sich jedoch bereits 2006 sechs Hersteller von PFOA freiwillig zu einer 95%igen Verminderung der globalen PFOA-Emissionen bis 2010 und zu einem Verzicht auf den Stoff bis 2015 verpflichtet.

Probenarten

Probenahmegebiete

Untersuchungszeitraum

1982 - 2019

Weiterführende Informationen

Verweise auf externe Informationen und gesetzliche Regelungen

Literaturangaben